Nachtwächtertradition

Bad Rodach blickt auf einen langen Nachtwächterbrauch zurück, der noch heute Gäste und Einheimische begeistert ...

Stadtmarketing Bad Rodach

Jeden Donnerstag vom 07. Mai bis 03. September zieht der Nachtwächter wieder durch Bad Rodach. Dazu gibt es um 19.30 Uhr die Möglichkeit den Nachtwächterturm an der alten Stadtmauer zu besichtigen. Im Anschluss um 20.00 Uhr ist der traditionelle Nachtwächterrundgang. Mit gereimten Geschichten, die in einem SingSang vorgetragen werden, begeistert er Gäste und Einheimische gleichermaßen. Der Ehrenkodex der Nachtwächter ist es, jeden Auftritt mit neuen Versen zu gestalten.

An jedem ersten Donnerstag im Monat findet um 20.00 Uhr ein Standkonzert einer ortsansässigen Kapelle statt. Die Nachtwächteraufführung ist am Pulverturm an der Alten Schule und wird entsprechend musikalisch begleitet.

Bis zum Jahre 1896 wurde in der Stadt das Nachtwächteramt ausgeübt. Nach fast einhundert Jahren hat man 1982 die Nachtwächtertradition erneut aufgegriffen. Bad Rodach gilt deshalb als Wiege der Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft, die 1987 im dänischen Ebeltoft gegründet wurde. Noch heute können Besucher*innen und Einheimische den Bad Rodacher Nachtwächter in den Sommermonaten von Mai bis September im Rahmen einer besonderen Inszenierung erleben.

In den Händen hält der Nachtwächter eine Hellebarde und eine Laterne. Mit dem Horn, das um seinen Hals baumelt, kündigt er sich an. Ebenso mit dem bekanntenAusruf: "Hört ihr Leut und lasst euch sagen, ...". Einst war er dafür zuständig nachts durch die Gassen der Stadt zu gehen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Er warnte die Menschen vor Gefahren (z.B. Feuer), überwachte das ordnungsgemäße Verschließen der Stadttore und war dafür zuständig das Licht ein- und auszuschalten.
Heute übernimmt der Nachtwächter diese Aufgaben nicht mehr. Er zieht durch die Stadt, zeigt historische Kostbarkeiten, erzählt spannende Anekdoten und berichtet in Reimen über Politisches und aktuelle Ereignisse der Region.