Bekanntmachungen

Müllheizkraftwerkund Umladestationengeschlossen

Ab sofort wird das Müllheizkraftwerk Coburg-Neusesin der GlenderStraße 30 aufgrund der aktuellen Corona-Lage für Selbstanlieferer gesperrt.Diese Einschränkung gilt vorerst bis zum 31.03.2020. Auch die beiden Umladestationen in Kronach-Neuses und Lichtenfels-Seubelsdorf sind für Klein-und Selbstanliefererab sofort geschlossen, wie der Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken (ZAW) mitteilt.

Problemmüllsammlung eingestellt

Aus demselben Grund werden ab sofort auch die Problemmüllsammlungen bis auf weitereseingestellt.Wertstoffhöfe im Landkreis werden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Außerdem sind ab sofort und bis auf unbestimmte Zeit auch alle Wertstoffhöfe im Landkreis Coburg geschlossen.

Sperrmüllabholung eingeschränkt

Sperrmüllaufträge, die bei der Firma Veoliabis heute eingegangen sind, werden abgearbeitet. Danach kann Sperrmüll angemeldet werden, wird aber vorerst nicht eingesammelt. Die Bürger werden in gewohnter Weise über den Abholtag informiert.

Die Abfallwirtschaft des Landkreises Coburg bittet hierfür um Verständnis.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Landratsamt Coburg Sebastian Sonnauer mit einer der sogenannten „Aiwanger-Rollen“. Dabei handelt es sich um Vliesstoff, der von Industriebetrieben in Stadt und Landkreis zu Masken verarbeitet wird. Foto: Landratsamt Coburg

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat angekündigt, Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat mit zertifiziertem Material zu versorgen, aus denen Nähereien Schutzmasken herstellen können, um damit den Engpass bei den Masken zu beseitigen.

Vier dieser versprochenen Vliesstoff-Rollen sind auch in Coburg angekommen und werden bereits an Industriebetriebe, die eben diese Mund- und Nasenschutzmasken zuschneiden und nähen, verteilt. Damit wird zum Beispiel bei der Alten- und Krankenpflege für mehr Infektionsschutz gesorgt. 

Die Mitarbeiter aus Stadt und Landkreis Coburg koordinieren die Materialbeschaffung und -verteilung gemeinsam. Nicole Klebeg (Stadtverwaltung) und Sebastian Sonnauer (Landratsamt) stellen täglich den Bedarf, der aus den verschiedenen Einrichtungen gemeldet wird fest und koordinieren die Zuteilung nach der von der Regierung von Oberfranken und der Führungsgruppe Katastrophenschutz erstellten Priorisierungsliste.

Täglich sind Mitarbeiter aus Stadt und Landkreis in den Heimen und Pflegeeinrichtungen sowie Arztpraxen in Stadt und Landkreis unterwegs, um die zur Verfügung stehen Materialien an Desinfektion, FFP2-Masken, Mund- und Nasenschutzmasken und zu verteilen.

„Der Bedarf aller Meldenden liegt derzeit – wie überall – sehr viel höher als das vorhandene Material“, bedauert Nicole Kebeg die knappen Kapazitäten. „Wir müssen jeden Tag Abwägungen treffen, wer am Folgetag beliefert wird“, ergänzt Sebastian Sonnauer. Einen Einfluss darauf habe hier auch die Fallzahlenmeldung.

Für schnell entstehende sogenannte „Hotspots“ wurden aber selbstverständlich Reserven gebildet, um hierauf im Ernstfall schnell reagieren zu können.

 

Dürfen Handwerker in der jetzigen Situation und nach den derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen zu mir kommen?

Diese Frage sorgt momentan für etwas Verunsicherung, denn: Laut der geltenden Allgemeinverfügung des Freistaates Bayern sind berufliche Tätigkeiten erlaubt. Dazu zählen auch Arbeiten des Handwerks.

Andererseits heißt es in der Allgemeinverfügung auch, dass jeder angehalten wird, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

 Die Ordnungsämter von Stadt und Landkreis Coburg stellen hierzu fest, dass Handwerker jeden Gewerks generell auf Baustellen ihre Arbeiten ausführen dürfen – insbesondere wenn es sich dabei um Außenarbeiten handelt. Genauso ist es auch in Wohnungen möglich, die leer stehen bzw. in Räumlichkeiten, in denen Handwerker mindestens im erforderlichen Mindestabstand zwischen Personen arbeiten können.

Generell sollten alle Arbeiten von Handwerkern, die nicht notwendig sind, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Wenn zu Hause ein Notfall vorliegt, z. B. ein Wasserschaden, Heizungsausfall, eine kaputte Toilette, dann darf ein Handwerker selbstverständlich auch weiterhin kommen.

Kreishandwerksmeister Jens Beland erklärt dazu, dass die Handwerksbetriebe im Raum Coburg mit Ihren jeweiligen Kunden zunächst telefonisch in Kontakt treten, um die jeweilige Situation abzuklären: „Wenn ein Kunde derzeit keinen Handwerker auf seiner Baustelle wünscht, haben wir dafür natürlich Verständnis. Genauso bitten wir auch umgedreht um Verständnis, wenn ein Handwerker in der Situation darum bittet, die Ausführung seiner Arbeiten zeitlich zu verschieben.“ Dass der vorgeschriebene Mindestabstand und die Hygienevorschriften eingehalten werden, sei selbstverständlich.