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Stadtgeschichte: 800 bis 1892






Bad Rodacher Geschichte
800: Das Rodacher Gebiet gehört einer der 16 Untergaue des fränkischen Grabfeldgaues an. Die Anfänge des Ortes dürften jedoch bis in die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts zurückreichen.
899: Erste urkundliche Nennung des Königshofes "Radaha".
1135: Der Ort erscheint erneut in einer Urkunde Bischof Ottosvon Bamberg als "Rotaha".
1180: Burg "Struphe" (heute Straufhain) und damit auchdas nahegelegene Rodach fallen in den Besitz des Grafen von Henneberg.
1300: Um den Marktplatz wird eine städtische Siedlung gegründet mit eigenem Stadtgericht.
1347: Rodach erhält sein Stadtwappen, den Meißener Löwen, ein schwarzer Löwe in gelbem Felde.
1350: Rodachs Kirche wird zur Pfarrkirche (St. Johannis) erhoben.
1353: Das Coburger Land – und damit auch Rodach – wird durch das Haus Wettin übernommen.
1362: Bestätigung des Stadt- und Markrechts durch den Marktgrafen von Meißen.
1386: Die gesamte Siedlung wird mit einer Stadtmauer umgeben.
1425: Rodach erhält eigene Gerichtsbarkeit.
1525: Die Burg Straufhain wird im Bauernkrieg zerstört und bleibt bis heute Ruine.
1529: Im Zuge der Reformation findet eine Tagung von Abgesandten in Rodach statt. Die Stadt erscheint als Rotach in den "Rodacher Artikeln".
1531: Erweiterung der Stadtmauer, Rodach wird Landesfestung.
1542: Die Stadt kauft das Kloster auf dem St. Georgenberg für 4000 Gulden.
1550: Abbruch der Klostergebäude, Verwendung der Steine als Stadtmauer.
1573: Errichtung der 1. Steinernen Brücke über die Rodach.
1632: Schwere Zerstörung im dreißigjährigen Krieg – Rodach brennt bis auf wenige Häuser nieder.
1634: Plünderung der Stadt durch kaiserliche Truppen.
1635: In der Stadt herrschen Pest und Hungersnot, 808 Menschen sterben.
1687: Erste Poststelle wird eingerichtet.
1720: Der Name "Rodach" erscheint auf einer "Karte der ernestinischen Hauptlande" von Friedrich Zollmann.
1748: Errichtung des fürstlichen Jagdschlosses von Herzog Franz Josias – ab 1982 Haus des Gastes.
1804: Erste Erwähnung einer Pappmaché-Fabrik in Rodach.
1814: Friedrich Rückert in Rodach; Sein Gedicht "Idylle Rodach" entsteht.
1825: Die Spielwarenfabrik Samuel Krauß wird gegründet. Ein Brand zerstört die Westseite des Marktes, die westliche Stadtmauer wird abgebrochen und zum Neubau der Häuser verwendet.
1854: Errichtung der selbstständigen städtischen Sparkasse.
1857: Abbruch des Coburger Tores, des Torturmes und der Stadtmauer bis zum Pulverturm.
1861: Ein Brand zerstört 27 Wohnhäuser mit Nebengebäuden.
1866: Bayerische Truppen in Rodach.
1891: Erbauung des Marktbrunnens.
1892: Am 01. Juli: Eröffnung der Eisenbahnstrecke Coburg-Rodach.






